Häufige Fragen zum Online-MahnBescheid-Service

FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Mahnbescheid und gerichtliches Mahnverfahren.

Kann ich Ihren Service auch als Privatperson in Anspruch nehmen?

Selbstverständlich können Sie uns auch als Privatperson beauftragen, für Sie einen Mahnbescheid zu beantragen.

Was passiert mit den vorgestreckten Gebühren, wenn der Schuldner nach Einleitung des Mahnverfahrens, aber vor Zustellung des Mahnbescheides die Hauptforderung zahlt?

Sofern sich der Schuldner zu diesem Zeitpunkt bereits im Zahlungsverzug befindet, können die Ausgaben, die für die Eintreibung der Forderungen entstehen, als Verzugsschaden gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden. Dazu gehören die Kosten für die Beauftragung eines Rechtsanwalts, die Verzugszinsen sowie die Gerichtskosten für den Mahnbescheid. D.h., zahlt der Schuldner nach Entstehen dieser Kosten lediglich die Hauptforderung, so hat er die zusätzlich entstandenen Kosten als Verzugsschaden zu tragen.

Muss ich bereits für die Einleitung des Mahnverfahrens nachweisen, dass meine Forderung berechtigt ist?

Nein. Sowohl das zuständige Amtsgericht als auch wir prüfen im Mahnverfahren nicht, ob Ihre Forderung berechtigt ist. Allerdings sollten Sie bereits genau wissen, wie Sie in einem evtl. streitigen Verfahren Ihre Forderung anhand von Belegen und / oder Zeugen nachweisen wollen.

Bleiben ggf. Kosten bei mir "hängen"?

Sämtliche Kosten des Mahnverfahrens hat der Schuldner zu tragen, sofern Ihre Forderung berechtigt und der Schuldner nicht zahlungsunfähig ist. Insofern bleiben also keine Kosten bei Ihnen "hängen". Ist der Schuldner zahlungsunfähig, müssen Sie die angefallenen Kosten zunächst tragen. Diese können Sie sich jedoch, nachdem Sie einen entsprechenden Titel erwirkt haben, nebst Zinsen innerhalb von 30 Jahren von dem Schuldner zurückholen, wenn dieser wieder zahlungsfähig geworden ist.

Ich habe etwas über ein Internetauktionshaus verkauft und warte nun schon seit geraumer Zeit auf mein Geld. Ich würde gerne einen Mahnbescheid beantragen, bin mir aber nicht sicher, wie ich den Kaufvertrag nachweisen kann. Ich habe ja nichts schriftliches.

Sie haben doch aber sicherlich Ausdrucke von der abgeschlossenen Auktion sowie die Mitteilungen hinsichtlich Name und Adresse des Käufers. Von daher dürfte der Nachweis des Kaufvertrages nicht problematisch sein. Darüber hinaus sollten Sie den Käufer schriftlich (möglichst per Brief oder Fax) unter Fristsetzung auffordern zu zahlen.

Kann ich auch als nicht in Deutschland Ansässiger über Ihren Service einen Mahnbescheid gegen einen deutschen Schuldner beantragen?

Selbstverständlich. Zuständig für Antragsteller im gerichtlichen Mahnverfahren, die keinen allgemeinen Wohn- bzw. Geschäftssitz in Deutschland haben, ist immer das Amtsgericht Berlin-Wedding. Das Mahn- und Zwangsvollstreckungsverfahren unterscheidet sich in seinem Ablauf ansonsten nicht von dem Verfahren, dass für in Deutschland ansässige Personen oder Unternehmen gilt.

Müssen alle Forderungen einzeln aufgeführt werden oder genügt nicht auch die Angabe der Gesamtsumme der fälligen Beträge?

Bei der Geltendmachung einer Mehrzahl von Einzelforderungen muss deren Bezeichnung im Mahnbescheid es dem Schuldner ermöglichen, die Zusammensetzung des verlangten Gesamtbetrages aus für ihn unterschiedlichen Ansprüchen zu erkennen. Daher müssen die einzelnen Forderungen (immer mit Betrag, Beleg, Datum) angegeben werden, es sei denn, Sie haben die gesamte Summe bereits angemahnt. Dann genügt als Forderungsbezeichnung die Mahnung (Datum, Fälligkeit).

An welcher Stelle muß ich die Gerichtskosten und Anwaltsgebühren in das Formular eintragen?

Alle im Mahnverfahren anfallenden Gebühren und Kosten werden automatisch in den Mahnbescheid aufgenommen. Von Ihnen sind hierbei also keine Angaben notwendig.